Ferienimmobilie – Eine lohnende Kapitalanlage?

 

Von der Veranda aufs Meer schauen oder vom Berg hinunter ins Tal und sich trotzdem wie zu Hause fühlen? Mit Ferienimmobilien ist das möglich. Dabei lohnen die sich nicht nur für die eigene Entspannung. Sie sind auch eine interessante Kapitalanlage. In bevorzugten Lagen mit einer erstklassigen Ausstattung können Ferienimmobilien Wertstabilität bieten und sich als krisensichere Altersvorsorge erweisen. Allerdings gibt es dabei auch Risiken.

Deutschland ist als Urlaubsland beliebt – und das nicht nur während der Urlaubssaison im Sommer. In den vergangen acht Jahren sind die Übernachtungen in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Dabei sind Ferienhäuser und -wohnungen die zweitbeliebteste Unterkunftsart direkt nach Hotels. Viele glauben, dass Ferienimmobilien nur 120 bis 150 Tage im Jahr vermietet werden können. Zum Beispiel gehen Banken bei der Kreditvergabe oft davon aus. Aber das stimmt nicht. Ferienzeiten sowie Feier- und Brückentage kommen schon auf 100 Tage. In einer sehr guten Lage und mit einer guten Ausstattung lassen sich Ferienobjekte fast das ganze Jahr über in Deutschland vermieten.

Besonders gefragt sind Ferienimmobilien am Meer oder in den Bergen, sowohl bei Urlaubern als auch bei Selbstnutzern. Aber auch die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Wanderwegen oder Restaurants sowie schnelles Internet sind für die meisten Urlauber wichtig. Für Käufer, die das Objekt auch selbst nutzen wollen, spielt die Nähe zum Hauptwohnsitz zwar eine Rolle. Jedoch kaufen sie immer weniger in ihrer Umgebung oder wo sie selber gerne Urlaub machen würden, sondern achten darauf, ob sich die Ferienimmobilie auch gut vermieten lässt.

Wer sich entschließt, sich eine Ferienimmobilie als Geldanlage zuzulegen, für den muss es nicht gleich die Millionenvilla sein. Auch günstigere Objekte können durch hohe Tagesmieten monatliche Einnahmen von mehreren Tausend Euro erzielen. Hier kommt es natürlich auf die Lage an. In sehr guten Lagen haben Ferienimmobilien auch das beste Wertsteigerungspotenzial, da sie einen höheren Wiederverkaufswert erbringen.

Jedoch gibt es auch Risiken. Zum Beispiel muss ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung stets erneut vermietet werden. In der Regel mieten Urlauber fünf bis sechs Tage eine Unterkunft. Das heißt, die Vermarktungskosten sind höher. Ebenso sind Instandhaltungskosten höher. Experten sagen, dass circa 30 Prozent der Einnahmen veranschlagt werden können für Ausgaben wie Werbung, eine Person vor Ort für die Schlüsselübergabe oder Reparaturen. Eine Faustregel von Experten ist, nicht mehr für eine Ferienimmobilie auszugeben als das zwanzigfache der Jahresmiete, die am Markt erzielt werden kann.

Der Immobilienverband Deutschland hat berechnet, dass sich Investitionen in eine Ferienimmobilie dann lohnen, wenn es gelingt, diese 17 Wochen im Jahr zu vermieten. Denn so übersteigen die Mieteinnahmen die Kosten für die Tilgung des Kredits.

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Fotos: © terng99

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